Das Seminar ist eine Einführung in verschiedene Ansätze und Methoden der Aufführungsanalyse. Anhand von Aufzeichnungen und Aufführungsbesuchen werden wir die ästhetischen Mittel des Theaters und ihre Wirkungen untersuchen und Möglichkeiten sowie Begrenztheiten der Analyse diskutieren. Dabei wird ein Vokabular entwickelt, das es erlaubt, über unterschiedliche Aufführungen, ihre Besonderheiten und ästhetischen Mittel zu sprechen. Außerdem wird durch das semesterbegleitende Verfassen von Notizen und kurzen Texten auch die Schriftform der Reflexion theatraler Künste geübt. Je nach Aufführung werden wir auch Dramentexte in die Analyse mit einbeziehen, um das Verhältnis von Text und Aufführung untersuchen zu können.


Das Seminar führt in die Grundlagen der Theaterwissenschaft ein und beschäftigt sich mit Grundbegriffen des Theaters wie Aufführung, Theatralität, Performativität, Schauspiel, Raum, Körper, Publikum, und dazugehörigen Theorieansätzen. Dazu wird jede Woche ein Text oder Textauszug selbstständig als Hausaufgabe gelesen und in der Sitzung gemeinsam diskutiert. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Grundlagen der darstellenden Künste üben wir also auch das Lesen theoretischer Texte. Die Auswahl umfasst Texte von Hans-Thies Lehmann, Erika Fischer-Lichte, Denis Diderot, Josette Féral, Judith Butler u.a.