Im November 2026 findet an der HfMT der jährliche Kongress des AEC (Association Européenne des Conservatoires) statt. Da der Kongress im Budge-Palais stattfinden wird, wollen wir die komplexe Geschichte des Gebäudes zur Zeit des Nationalsozialismus reflektieren und öffentlich sichtbar machen. Chronologische Ausgangspunkte der Lehrveranstaltung sind die »Arisierung« des jüdischen Immobilienbesitzes der Familie Budge nach dem Tod von Emma Budge im Februar 1937 sowie die darauffolgende Nutzung des Budge-Palais als Zentralbüro des NS-Reichstatthalters und der Staatsverwaltung in Hamburg unter Karl Kaufmann, wie auch die Vorgängerinstituion der HfMT, das Vogt’sche Konservatorium. Das Seminar stellt diese Ereignisse in einen breiteren historischen Kontext; gleichzeitig ist es das Ziel, eine kleine Ausstellung sowie eine Performance zum Thema zu erarbeiten, die während des Kongresses aufgeführt wird.